„Den Überlebenden ihre Würde zurückgeben“

Anerkennung für Lee Elisabeth Hölscher-Langner, Partnerin von „Zeichen der Hoffnung“

 

Am 29.3.20019 wurde Lee Elisabeth Hölscher-Langner im Heidelberger Rathaus in einer Veranstaltung des Zentralrats der Sinti und Roma geehrt. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem früheren Generalkonsul der BRD in Krakau, Dr. Laurids Hölscher, engagiert sie sich für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Polen, besonders für Holocaustüberlebende der Sinti und Roma.

 

In seiner Ansprache würdigte Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt ihre herausragende Bedeutung für die deutsch- polnischen Beziehungen: “Versöhnung ist keine Aufgabe, die Regierungen alleine stemmen können. Dafür braucht es engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Zivilgesellschaft.“

 

Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, betonte in einer eindrucksvollen Festrede, wie wichtig die Begegnungen mit dem Ehepaar Hölscher für viele Überlebende des Holocaust war. Viele erfuhren erstmals durch die Gespräche mit dem Ehepaar Hölscher, „was die Bundesrepublik Deutschland und die deutsche Gesellschaft ihnen über Jahrzehnte verwehrt hat: Nämlich die Aufarbeitung und Anerkennung des schrecklichen Unrechts, das ihnen angetan wurde.“

 

Lee Elisabeth Hölscher Langner hat in Krakau einen Freiwilligendienst aufgebaut. Dazu hat „Zeichen der Hoffnung“ Freiwillige entsandt. Sie hat ein Programm zur ambulanten Hauspflege begründet und eine Palliativstation, in der sie Menschen, denen schreckliches Leid zugefügt wurde, am Ende ihres Lebens begleitet. Die Palliativstation wird von „Zeichen der Hoffnung“ und durch die Stadt Frankfurt unterstützt.

 

Dr. Hermann Düringer, Vorsitzender von Zeichen der Hoffnung